Unsere Angebote

Mit verschiedenen Angeboten wollen wir Senioren in unterschiedlichen Lebenslagen unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Dazu kooperieren wir mit verschiedenen Institutionen und Organisationen.

In den nachstehenden Bereichen sind wir derzeit aktiv. Informationen über jedes einzelne Angebot sowie Ansprechpartner und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie durch Klicken auf den jeweiligen Titel.

Aktivierende Hausbesuche

Viele ältere Mitbürger wollen möglichst lange in ihrem Zuhause bleiben. Deswegen ist eines der wichtigsten Ziele des Kreisseniorenrates Calw, sie genau dabei mit Initiativen und Vorschlägen zu unterstützen.

Auf Konferenzen mit dem Landesseniorenrat erfuhren Vertreter des Kreisseniorenrates von den sogenannten „Aktivierenden Hausbesuchen“. Diese führte das DRK damals bereits in anderen Landkreisen durch. Im Kreis Rastatt beispielsweise kooperieren DRK und Kreisseniorenrat bei diesem Angebot. Also ergriffen wir die Initiative und versuchten, die „Aktivierenden Hausbesuche“ auch in den Kreis Calw zu bringen – zunächst mit dem DRK Ortsverband Nagold/Wildberg.

Wir freuen uns sehr, dass inzwischen der Kreisverband Calw und der Ortsverband Nagold/Wildberg den Faden aufgenommen haben. Das Projekt hat bereits Fahrt aufgenommen, wurde jedoch durch die Corona-Pandemie ausgebremst.

Im Rahmen von „Aktivierenden Hausbesuchen“ besuchen ausgebildete Ehrenamtliche ältere Herrschaften in ihren eigenen vier Wänden, wenn sie das Haus nur noch schwer oder gar nicht mehr verlassen können. Was mit den Menschen gemacht wird, ist ganz individuell. Bewegungsangebote, Gedächtnistraining und Zeit für Gespräche gehören beispielsweise dazu.

Soweit es in unserer Macht steht, werden wir als Kreisseniorenrat den Aufbau und den Fortbestand der „Aktivierenden Hausbesuche“ unterstützen. Dieses Angebot, das es zuvor im Kreis Calw von keiner Seite gab, ist elementar wichtig für die Älteren unter uns, deren Alltagskompetenz und Mobilität möglichst lange erhalten, vielleicht sogar verbessert werden sollte. Auch die dadurch entstehenden sozialen Kontakte bei diesen Besuchen liegen voll auf der Linie dessen, was gegen eine Vereinsamung der Senioren wirkt.

Zusammen mit dem DRK versuchen wir, eine wirkliche Lücke zu schließen.

Kontakt:
DRK Kreisverband Calw
Sabine Wiegand
Leiterin Soziale Dienste
Tel.: 07051 7009-140
E-Mail: Sabine.wiegand@drk-kv-calw.de

Alterssimulationsanzüge (ASA)

Dem Kreisseniorenrat als Interessenvertretung älterer Menschen ist es wichtig, die junge Generation für alters- und krankheitsbedingte körperliche Einschränkungen und deren Folgen zu sensibilisieren. Mit dem Einsatz von Alterssimulationsanzügen soll in einer älter werdenden Gesellschaft Verständnis für derartige Einschränkungen geweckt werden. Die ASA vermitteln jenen, die sie tragen, einen Eindruck davon, wie es sich anfühlt, beispielsweise in Beweglichkeit, Wahrnehmung oder Kraft eingeschränkt zu sein.

Der Kreisseniorenrat besitzt fünf Alterssimulationsanzüge in drei verschiedenen Größen. Die ersten drei wurden 2013 von der Volksbank Oberes Nagoldtal (heute Volksbank Herrenberg – Nagold – Rottenburg) gespendet. Im Jahr 2021 wurden zwei weitere ASA angeschafft. Ein erheblicher Zuschuss von LEADER Heckengäu und eine Spende der Volksbank Herrenberg – Nagold -Rottenburg erleichterten die Finanzierung.

Die Berufsfachschulen für (Alten-)Pflege in Calw und Nagold verwalten im Auftrag des Kreisseniorenrat Calw e.V. den Verleih der vereinseigenen ASA. Die ASA können von Schulen, Vereinen, Organisationen, Institutionen, Sozialeinrichtungen und interessierten Personen für Fortbildungen, Projekttage und Veranstaltungen ausgeliehen werden.

Kontakte:
Berufsfachschule für Altenpflege
Stahlackerweg 2
75365 Calw
Tel.: 07051 / 5885 – 70
ps-calw@diakonisches-institut.de

Annemarie-Lindner-Schule
Max-Eyth-Strasse 23
72202 Nagold
www.als-nagold.de
Tel.: 07452 8378-312
E-Mail: als-post@bsz-nagold.de

Patientenbetreuung im Krankenhaus

Dieses neue Angebot startet am 23. Januar 2023 in den Krankenhäusern Calw und Nagold!

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stellt die steigende Anzahl von immer älteren Patienten die Krankenhäuser zunehmend vor große Herausforderungen. Gerade diese Patientengruppe hat oftmals Probleme, sich in der für sie gänzlich fremden Klinikumgebung von heute auf morgen zurechtzufinden. Häufig kommt es dann zu Angstzuständen oder Depressionen, sowie akuten Verwirrtheitszuständen und Wahrnehmungsstörungen, medizinisch Delir genannt. Diesen postoperativen Begleiterscheinungen haben der Kreisseniorenrat Calw (KSR) in enger Zusammenarbeit mit dem Klinikverbund Südwest (KVSW) sowie dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Calw e.V. (DRK) jetzt im Rahmen eines Patientenbetreuungsprojektes den Kampf angesagt: Nachdem im Landkreis Böblingen bereits seit fünf Jahren sehr erfolgreich an allen vier Klinikstandorten des KVSW ein regelmäßiger Besuchsdienst für ältere, delir-gefährdete Patienten während des Krankenhausaufenthaltes eingerichtet wurde, startet das Pilotprojekt „Patientenbetreuung“ im Herbst auch im Landkreis Calw an den Klinikstandorten Calw und Nagold mit ersten Infoveranstaltungen.

Hierfür sucht der KSR noch Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Der DRK-Kreisverband Calw e.V. übernimmt die ehrenamtliche Organisation, innerhalb derer auch die notwendigen Unfall- und Haftpflichtversicherungen geregelt sind. „Die Patientenbetreuer betreuen und beschäftigen täglich bis zu drei Patienten jeweils circa eine Stunde“, erläutern Eberhard Fiedler, Vorsitzender des KSR und Dr. Dieter Möhle, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender und Wegbereiter des Projektes. „Sie begleiten Patienten in der Klinik, bei der Mobilisation, erklären, lesen vor, unterhalten sich oder hören einfach nur zu und vermitteln somit Ruhe und geben Rückhalt und Zuspruch.“ Umfang des Engagements und Einsatzort (Calw oder Nagold) werden mit den Ehrenamtlichen zu Beginn des Projektes individuell festgelegt. Vor einem Einsatz werden die Patientenbetreuer zudem geschult: sie erhalten Unterricht und Informationen zu Themen wie Delir, Demenz, Hygiene, rechtliche Rahmenbedingungen, Gesprächsführung, Sturzprophylaxe oder Erste Hilfe. Die Ehrenamtlichen sind eng eingebettet in das ärztliche, pflegerische und therapeutische Team der jeweiligen Station. Medizinische oder pflegerische Leistungen werden nicht durchgeführt, zudem werden alle Patienten und vor allem deren Angehörige über diese Besuche vorher mit einem Begleitschreiben informiert.

„Es ist ein selbstloses, einzigartiges Zeitgeschenk, das die Ehrenamtlichen unseren Patienten, unseren Mitarbeitern, aber auch der Gesellschaft im Landkreis Calw machen. Zeit füreinander, der direkte Kontakt zum Patienten ist mit das Wichtigste und Wertvollste, was man in einer Klinik zusätzlich zur allgemeinen medizinischen und pflegerischen Betreuung geben kann und wir sind sehr froh, dass wir mit dem KSR und dem DRK so engagierte Partner für das Projekt an unserer Seite wissen“, unterstreicht Andreas Fiedler, Pflegedirektor an den Kliniken Nagold.

Marlene Rupprecht, Kreissozialleiterin des DRK-Kreisverband Calw e.V. weist auf die erforderliche Expertise hin, die für das Gelingen eines so wichtigen Projektes erforderlich ist: „Engagierte Bürgerinnen und Bürger bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, ist uns ein besonderes Anliegen. Es dient dem Wohle der Gesellschaft. Als Organisation hat das DRK jahrzehntelange Erfahrung im Bereich des Ehrenamts. Wir achten darauf, dass alle am Projekt beteiligten Ehrenamtlichen gut begleitet und vorbereitet werden, damit sie Patientinnen und Patienten bestmöglich umsorgen können.“

Wie wertvoll das Projekt für die Patienten, aber auch die Klinik ist, verdeutlichte auch Regionaldirektorin Alexandra Freimuth. „Inzwischen ist ein großer Teil der jährlich stationär behandelten Patienten in unseren Kliniken über 70 Jahre alt, erheblich vorerkrankt und delir-gefährdet, wenn sie u. a. mit Frakturen in die Klinik eingewiesen werden. Das Delir kommt beispielsweise in der Unfallchirurgie bei 15-30 Prozent dieser Patienten vor und birgt für bis zu einem Fünftel der über 70-jährigen die Gefahr, an dessen Folgen zu versterben. Gerade die persönliche Ansprache, Zuwendung und Beschäftigung verringern signifikant dieses Risiko!“ Gemeinsam mit dem KSR und dem DRK sind im KVSW vor allen Dingen die geriatrischen Fachärzte, federführend Herta Watz, in die medizinische Begleitung und Koordination des Projektes involviert.

Finanziell angeschoben wurde das Projekt durch den Landkreis Calw, so dass für die beiden angedachten Pilotgruppen in Calw und Nagold zunächst für ein Jahr die Mittel gesichert sind. Nach einer erfolgreichen Pilotphase wollen die Macher des Modells langfristig weitere Gruppen in den zwei Kreisklinikstandorten etablieren und den Einsatz der Patientenbetreuer auch in weitere Fachbereiche ausweiten – in der Unfallchirurgie, der Inneren Medizin und der Neurologie.

Seniorenfreundlicher Service

Der Seniorenfreundliche Service ist ein Angebot des Kreisseniorenrates Calw in Kooperation mit den örtlichen Seniorenräten, in dessen Rahmen wir (Einzelhandels-)Betriebe und Dienstleister dahingehend prüfen, wie geeignet ihr Angebot für Senioren ist. Werden unsere Kriterien erfüllt, erhalten die Betriebe von uns eine Zertifizierung.

Ziel des Projekts ist, dass Handel, Handwerk und Dienstleister die Bedürfnisse älterer Menschen berücksichtigen und vermehrt seniorengerechte Lösungen, Produkte und Dienstleistungen anbieten. Für die Geschäfte besteht die Möglichkeit, das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ zu erlangen.

Eine Überprüfung findet nur auf Antrag eines Unternehmens oder Anbieters statt. Liegt uns ein solcher vor, prüft ein Team des Seniorenrates anhand bestimmter Kriterien, ob die Voraussetzungen für die Zertifizierung gegeben sind. Bei einem positiven Ergebnis erhalten die Teilnehmer eine Auszeichnung und einen Aufkleber für Schaufenster, Ladentür oder Auto. Das Logo ist landesweit markengeschützt. Der Wiedererkennungswert ist ein klarer Gewinn für Geschäftsinhaber.

Bei der Zertifizierung werden einheitliche Kriterien angesetzt. Das sichert die Vergleichbarkeit. Auf folgendes wird bei der Zertifizierung geachtet:

  • Internetauftritt, Mediengestaltung und Erreichbarkeit
  • Barrierefreiheit und sichere Zugänge
  • technische Hilfe, Sitzgelegenheiten und Toilettenbenutzung
  • seniorenfreundliches Verhalten, Erklärungen, Formulierungen und Qualität der Beratungen
  • Angebote und Serviceleistungen

Die Teilnahme ist für die Bewerber freiwillig und kostenfrei. Ein einmal erteiltes Zertifikat ist für drei Jahre gültig.

Ansprechpartner/Kontakt
Wenn Sie Fragen zur Zertifizierung haben oder diese beantragen möchten, können Sie sich an Ihren örtlichen Seniorenrat wenden. Alternativ können Sie auch Kontakt zu uns aufnehmen:
Kreisseniorenrat Calw e.V.
Vorsitzender Eberhard Fiedler
Silcherstraße 17
72218 Wildberg
Tel.: 07054 9294716

Seniorenrats-Treff im Kreis Calw
Im Jahr 2017 haben wir unseren Vorstand umstrukturiert und aus Effizienzgründen verkleinert. Seither stand die Frage im Raum: Wie können wir als Kreisseniorenrat die örtlichen Seniorenräte in unsere Arbeit einbinden? Wie können wir den Kontakt intensivieren?

Die Lösung: eine Gesprächsrunde, der sogenannte „Seniorenrats-Treff im Kreis Calw“. Einmal im Quartal, immer in anderen Kommunen, werden alle Vorsitzenden der örtlichen Seniorenräte und ihre Stellvertreter dazu eingeladen. Der 1. Treff fand am 15.2.2019 in Calw in der Villa Wagner statt. Die örtlichen Seniorenräte waren stark vertreten. Der Vorstand des Kreisseniorenrats war vollzählig anwesend. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Eberhard Fiedler wurden Informationen ausgetauscht. Im Vordergrund stand aber das Gespräch miteinander und untereinander. Der „Geist“ unserer Idee wurde voll erfüllt. So kann es weitergehen!

Wohnberatung
„Alter ist keine Last, wenn die Wohnung zu Ihnen passt!“ Getreu diesem Motto bieten wir eine Wohnberatung für Senioren und körperlich Beeinträchtigte an, die einen Neu- oder Umbau planen. Viele ältere Menschen müssen ihre Wohnverhältnisse ihren veränderten Bedürfnissen anpassen, sich vielleicht mit einem barrierefreien Umbau beschäftigen. Wir unterstützen hierbei gerne, denn so kann ein Umzug in ein Heim, den viele verhindern wollen, so lange wie möglich hinausgezögert werden. Auch wenn beispielsweise Pflegeangebote in Anspruch genommen werden müssen, kann ein Umbau dabei helfen, die Wohnsituation dahingehend anzupassen.

Wir beraten Sie in all diesen Dingen gerne – neutral und unabhängig. Wir geben Ihnen Tipps für Gespräche mit Fachhandwerkern und beraten in Sachen Finanzierung durch Pflegekassen, Krankenkassen, Unfallversicherungen oder Fürsorgestellen. Dafür bilden wir uns stetig weiter.

Der Kreisseniorenrat ist ehrenamtlich tätig. Wir erheben daher lediglich eine Auslagen- und Beratungspauschale in Höhe von 60 Euro. Für VdK-Mitglieder übernimmt der VdK diesen Betrag.

Gemeinsam finden wir eine passende Lösung zur Verbesserung Ihrer Wohnsituation, finden Gefahrenquellen, loten sinnvolle Umbaumaßnahmen aus und suchen die nötigen Hilfsmittel wie Haltegriffe aus.

Ein eigener Fachbeirat befasst sich mit diesem wichtigen Thema. Dessen Mitglieder und Kontaktdaten finden Sie hier.

Unseren Flyer mit allen Informationen finden Sie hier.

Der clevere Alltagshelfer
Seit einiger Zeig haben wir eine Broschüre mit dem Titel „Clevere Alltagshelfer und Unterstützungssysteme für die ältere Generation“. Auf mehr als 50 Seiten gibt es eine Auswahl an technischen Helfern und Ideen für die Wohnungsanpassung. Dies ist eine praktische Ergänzung zur Wohnberatung durch den Kreisseniorenrat.
Das Heftchen bekommt man kostenlos bei den örtlichen Seniorenräten, auf den Rathäusern und beim Kreisseniorenrat.